"Im Elm, unweit vom Reitling, liegt die Teufelsküche und die Hölle. Hier ist es des Nachts nicht geheuer." (Von alten Holzschlägern aus dem Elm und Altvater Adolf Herrmann, Königslutter.)
Unsere Wabe kommt aus der Hölle!?
Sie entspringt in einem Quellsumpf des Reitlingstals im Elm, der vielleicht
von früheren Generationen als Hölle verdächtigt wurde und daher
heute noch so heißt.
Die aufsteigenden Nebel im Reitlingstal sind auch heute, selbst von Braunschweig
aus, häufig zu erkennen.
Die Wabe ist wegen des geringen Gefälles aber an keiner Stelle ein „Höllengewässer“.
Da viele den Verlauf der Wabe und ihre Schönheiten wenig kennen, bietet ProWabe e.V. eine Radtour an.
Wir starten an der Brücke zur Mühle Rautheim (BS-Rautheim, Mühlentrift).
Zunächst fahren wir längere Zeit in der Feldmark in Rautheim, den
ursprünglichen Auwald an der Wabe ahnend.
Unvermittelt wird die Wabe plötzlich allein von Korn-, Raps- und Rübenfeldern
eingenommen.
Die Bäume am Ufer zeigen uns den weiteren Verlauf.
Schön wäre es, wenn bis zur Straße zwischen Sickte und Salzdahlum
weiter an der Wabe zu radeln wäre.
Wir wählen also den befestigten Pfad Richtung Hötzum, um danach über
die Landstraße auf einem Feldweg nach Sickte zu gelangen und dort die
Wabe im Ort wieder zu erreichen.
Idyllisch springt (Ihr Name!) die Wabe durch die gepflegte Ortschaft Sickte.
Ob Enten dort vor der ersten Brücke täglich eine beglückend lebensfrohe Meisterschaft austragen, kann nicht versichert werden.
Nachdem wir durch ein Neubaugebiet gefahren sind und die Straße von Riddagshausen
nach Schöppenstedt überquert haben, tauchen wir am Freibad Sickte
in eine besondere Idylle ein:
Eine gelungene naturnahe Gestaltung des Wabeufers in Sickte.
Wer möchte in dieser Geborgenheit nicht mit der großen Liebe umarmt
bei Mondschein spazieren gegangen sein?
Wir gelangen auf dem bald verschlungenen Weg auf das Gelände der Neuerkeroder
Anstalten:
„Ein Ort zum Leben für Menschen mit Behinderungen.“
Die zufälligen, herzlichen Begrüßungen der Bewohner werden selbstverständlich
beantwortet. Dem Absteigen vom Rad und einem kurzen Gespräch sollte sich
niemand verschließen...
Nach diesem schönen Weg an der Wabe bleibt nichts übrig, als ein
Stück auf dem Radweg der Straße nach Schöppenstedt weiter zu
radeln. Aber nicht bis zur Straßenkreuzung.
Wir biegen vorher in eine Lindenallee nach Lucklum ab.
Über eine Wabebrücke, am Gutshof Lucklum vorbei, links war früher
das berühmte „Schlucklum“, was als anerkannter Nachfolger nun
rechts die „Wegwarte“ im Gutshof geworden ist, radeln wir auf der
Landstraße nach Erkerode.
In Erkerode wird der Verlauf der Wabe wieder ansprechend sichtbar.
Wir erreichen die eindrucksvoll restaurierte Wasser-Mühle der Wabe in
Erkerode.
Für aufgeweckte ganz junge und auch ganz ältere Menschen stets begeisternd
und ein Schmankerl für Freaks mechanischer Technik!
Ein Anlass zum Nachdenken über unschädliche Nutzung der Natur!
Durch die Mühle werden wir durch eine fachkundige Erklärung des dortigen
Mühlenvereins geführt.
Auf dem dortigen Gelände des Mühlenvereins können wir nach 1 bis 1 ½ Stunden Fahrt auch unser mitgebrachtes Picknick einnehmen. (Speisen werden auch angeboten.)
Nach Picknick und Führung durch die Mühle besteht die Möglichkeit
schon einzeln den Heimweg anzutreten.
Wer an diesem Tag „noch Beine hat“, kann gemeinsam den beschwerlichen
Weg bergauf zur Quelle der Wabe in der Hölle des Elms per Rad kennen lernen.
Eine Sumpflandschaft, die bei entsprechender Witterung besonders unwirklich
erscheint, die Hölle eben. Diese Hölle steht unter Naturschutz.
Den Rückweg tritt danach jeder nach eigenem Wunsch an.
ProWabe e.V. lädt herzlich ein!
Pfingstmontag, 13.Juni 2011
11.00 Uhr
Treffpunkt: Wabebrücke am Ende der Straße Mühlentrift in BS-Rautheim
Wir freuen uns und senden Ihnen eine
Email-Bestätigung.
Die geführte Fahrradtour nach Erkerode (oder bis zur Wabequelle) ist kostenlos.
Beachten Sie aber bitte:
Ihnen wird vom Veranstalter nur der Weg einer Radtour gezeigt, die häufig
über Feldwege führt, ob und wie Sie diesen Weg persönlich und
mit Hilfe eines intakten ! Fahrrades bewältigen, verbleibt allein in Ihrer
Verantwortung. Dies gilt insbesondere auch für Ihre alleinige und dauernde
Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen, vor allem im Gefahrenbereich
Straßenverkehr und des Mühlengeländes Erkerode.
Jegliche Haftung des Veranstalters wird insgesamt vorab abgelehnt.